Historikerin

Dr. Lina Schröder

 

Universität/Institut

Lehrbeauftragte am Lehrstuhl für 'Fränkische Landesgeschichte' an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Prof. Dr. Helmut Flachenecker)

Seit WS 2022/23 Gastdozentin an der 'Paris-Lodron-Universität Salzburg' (PLUS)

Seit dem 'Historikertag 2023 in Leipzig' Mitglied der Kommission (Vertretung der Prae- und Postdocs) der 'AG Landesgeschichte' im 'Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. (VHD)'

Habilitantin an der 'Paris-Lodron-Universität Salzburg' (Prof. Dr. Martin Knoll, Lehrstuhl für Europäische Regionalgeschichte)

Assoziiertes Mitglied im Forschungskolleg Franken (Institut für Fränkische Landesgeschichte, Thurnau)

 

Kontaktdaten (E-Mail)

lina.schroeder@uni-wuerzburg.de

lina.schroeder@plus.ac.at

 

Lehre

Im WS 2023/24 gebe ich sowohl am Campus Würzburg, als auch an der PLUS (Salzburg) Lehre.

 

Aktuelle Publikationen (Stand: Sept. 2023)

Monographien

Schröder, Lina: Der Rhein-(Maas-)Schelde-Kanal als geplante Infrastrukturzelle von 1946 bis 1985: Studien zur Infrastruktur- und Netzwerk-Geschichte (Studien zur Geschichte und Kultur Nordwesteuropas/28), Münster 2017.

 

Sammelbände

Schröder, Lina/Bühling, Wolfgang (Hg.): Herrschaftlicher Anspruch und öffentlicher Nutzen. Die Rolle (städtischer) Einrichtungen und natürlicher Ressourcen im epochenübergreifenden Vergleich, Würzburg 2023.

Schröder, Lina/Wegewitz, Markus/Gundermann, Christine: Raum- und Grenzkonzeptionen in der Erforschung europäischer Regionen (ISGV digital. Studien zur Landesgeschichte und Kulturanthropologie/6), Dresden 2023, Open-Access: https://www.isgv.de/files/content/publikationen/isgv-digital/2023_ISGV_Raum-und_Grenzkonzeptionen.pdf.

 

Aufsätze

Schröder, Lina: Seßlachs und Kleves (Bürger)wälder im Spannungsfeld herrschaftlicher Privilegien, bürgerlicher Möglichkeiten und Verpflichtungen. In: Schröder, Lina/Bühling, Wolfgang (Hg.): Herrschaftlicher Anspruch und öffentlicher Nutzen. Die Rolle (städtischer) Einrichtungen und natürlicher Ressourcen im epochenübergreifenden Vergleich, Würzburg 2023, S. 183–210.

Schröder, Lina: ‚De nich will dieken, mutt wieken‘. Deichbau am Rhein im Herzogtum Kleve im 15. und 16. Jahrhundert, in: Schröder, Lina/Bühling, Wolfgang (Hg.): Herrschaftlicher Anspruch und öffentlicher Nutzen. Die Rolle (städtischer) Einrichtungen und natürlicher Ressourcen im epochenübergreifenden Vergleich, Würzburg 2023, S. 237–259.

Schröder, Lina: Grenzen entdecken. Zum Verständnis von Region, Grenzräumen und Grenzregionen am Beispiel Frankens, des Kahlgrunds und der Lage Landen, in: Schröder, Lina/Wegewitz, Markus/Gundermann, Christine: Raum- und Grenzkonzeptionen in der Erforschung europäischer Regionen (ISGV digital. Studien zur Landesgeschichte und Kulturanthropologie/6), Dresden 2023, S. 52–85. Open-Access: https://www.isgv.de/files/content/publikationen/isgv-digital/2023_ISGV_Raum-und_Grenzkonzeptionen.pdf.

Schröder, Lina: Fragile Fakten? Kleves vormoderne Einrichtungen, in: Niederrhein-Magazin/33 (2023), S. 3–16.

 

Rezensionen

 

Kurzbeiträge/Einleitungen etc.

Schröder, Lina/Bühling, Wolfgang: (Städtische) Einrichtungen und natürliche Ressourcen als epochenübergreifende Herrschaftsmedien – eine Einleitung. In: Schröder, Lina/Bühling, Wolfgang (Hg.): Herrschaftlicher Anspruch und öffentlicher Nutzen. Die Rolle (städtischer) Einrichtungen und natürlicher Ressourcen im epochenübergreifenden Vergleich, Würzburg 2023, S. 9–19.

Schröder, Lina/Wegewitz, Markus, Gundermann, Christine: Von der Grenzregion zum Grenzraum – eine Einleitung. In: Schröder, Lina/Wegewitz, Markus/Gundermann, Christine: Raum- und Grenzkonzeptionen in der Erforschung europäischer Regionen (ISGV digital. Studien zur Landesgeschichte und Kulturanthropologie/6), Dresden 2023, S. 8–17.

 

Reihe 'Studien zur Geschichte und Kultur Nordwesteuropas' (hg. von Horst Lademacher und Lina Schröder)

Franke, Viktoria: Rebel with a Cause. Gesellschaftliche Reform und radikale religiöse Aufklärung bei Friedrich Breckling (1629–1711) (Studien zur Geschichte und Kultur Nordwesteuropas/31), Münster 2021.

 

Interdisziplinäres (digitales) Kolloquium ARKUM  Fachdisziplinen im Gespräch!

  • alle 14 Tage montags, 17:15-18:45 Uhr
  • bei Interesse bitte einen Zugangslink anfordern bei: david.fuchs@uni-tuebingen.de oder lina.schroeder@uni-wuerzburg.de

 

Termine und Programm

30.10.:

David Fuchs (Tübingen) & Lina Schröder (Würzburg/Salzburg): Landschaft und Raum: Überblick über Begriff und Verwendung der ‚Kulturlandschaft‘ in den einzelnen Fachrichtungen

13.11.:

Sven Endreß (Tübingen): Sozialkonstruktivistische Landschaften – eine Einführung

27.11.:

Lina Schröder (Würzburg/Salzburg): Wie verhält sich Kulturlandschaft zur Region?

11.12.:

Gerrit Himmelsbach (Projektleiter Archäologisches Spessartprojekt [ASP] An-Institut Uni Würzburg): Zum Begriff der ‚Kulturlandschaft‘ im Kontext des ASP: von der Theorie zur Praxis

08.01.2024:

Christoph Morrissey (Tübingen): Krumm, unscheinbar und vergessen: Streifenäcker unter Wald im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

22.01.:

Ferdinand Leuxner (Würzburg): Vom Garten Mariens zur Pomeranzenwelt des Lothar Franz von Schönborn (1655–1729). Zwei Gedichte über den Gaibacher Schlosspark

05.02.:

Robert Lämmchen (Frankfurt a. M.): Computerspiel als Kulturpraxis. Raumtheoretische Einordnung und bildungstheoretische Reflexion

 

 

Organisation Tagung

NACHWUCHSWORKSHOP: Die Elektrifizierung des Alltags: Was hat die Energiewende vor 120 Jahren mit der aktuellen gemeinsam?

Termin und Tagungsort: 26.–27.02.2024, Universität Salzburg

Organisation: Dr. Lina Schröder (Würzburg), Prof. Dr. Dieter Schott (Darmstadt), Prof. Dr. Martin Knoll (Salzburg)

Call for Paper (das Programm wird hier dann später ebenfalls veröffentlicht):

Weg von Kohle, Öl und Gas, hin zu Wind, Sonne und Biomasse: Die aktuelle Energiewende ist in aller Munde. Besonders Fragen nach der Sicherstellung einer flächendeckenden stabilen Versorgung in Industrie, Handel, Verkehr wie in Privathaushalten, der Aufrechterhaltung bestehender Standards, der technischen Umsetzbarkeit oder der Finanzierbarkeit stehen im Fokus, wenn es um die Nutzbarmachung erneuerbarer, also ‚sauberer‘ Energien geht. Sie sind ebenso dringlich wie die Frage was passiert, wenn wir so weiterleben wie bisher, unseren Strom also weiterhin aus ‚nicht sauberen Quellen‘ beziehen.

Auf den ersten Blick hat die aktuelle Debatte wenig mit den Diskussionen von vor über 120 Jahren gemein: Im Mitteleuropa des 21. Jahrhunderts dominiert eine flächendeckende und allumfassende Stromversorgung, geprägt (noch) von großen monopolistischen Energieversorgungsunternehmen und mehrschichtigen großräumigen Verteilungsnetzen. Ende des 19. Jahrhunderts wurden Energiebedürfnisse in Haushalt und Gewerbe dagegen vorrangig mit ‚Inseltechnologien‘ (Petroleumlampe, Holz- oder Kohlenherd, Dampfmaschinen etc.)  befriedigt, die Energieressourcen durch privatwirtschaftliche Anbieter oder die Konsument:innen selbst (Holz aus dem Wald) beschafft. Der Energiestandard war im Vergleich zu heute marginal: Aufgrund fehlender elektrischer Geräte spielten netzförmige großtechnische Energiesysteme vornehmlich dann eine Rolle, wenn es um industrielle Betriebe, den Verkehr (Eisenbahn, Straßenbahn) oder z.B. um den Betrieb von Mühlen ging. Die Gasbeleuchtung, mit eines der ersten netzförmig ausgerichteten Systeme, illuminierte anfänglich – seit Mitte des 19. Jahrhunderts – vor allem öffentliche Räume (Straßenbeleuchtung etc.) sowie eine Minderheit wohlhabender Haushalte. Noch am Vorabend des Ersten Weltkriegs erreichte die Anschluss-Quote der öffentlichen Elektrizitätsversorgung kaum mehr als 10% der Privathaushalte in deutschen Städten. Dennoch war die Elektrizität seit den 1880er Jahren die ‚Fortschrittstechnologie‘ par excellence und Elektrofirmen wie Siemens und die AEG wurden auch international zu großen Akteuren in der Wirtschaft des Kaiserreichs.

Wird die aktuelle Energiewende aber auf einer stärker strukturellen Ebene im Vergleich mit der Elektrifizierung um 1900 betrachtet, so zeigen sich durchaus gewisse Gemeinsamkeiten: In beiden Prozessen geht es um die Frage, wie individuelle Muster von Energiekonsum technisch sichergestellt und wirtschaftlich wie politisch organisiert werden. Das dominante Muster um 1900 war ‚zunehmende Vergemeinschaftung‘: An die Stelle individueller Ver- und Entsorgung von Energieressourcen trat die netzförmige Versorgung, organisiert zunächst von lokalen, dann jedoch immer stärker überlokalen privaten wie staatlichen Akteuren. Die Konsument:innen gaben immer stärker im Anschluss an diese Netze ihre Versorgungsautonomie auf, gewannen dafür aber eine rasch steigende Versorgungssicherheit mit deutlich fallenden Energiekosten, die für wachsende Teile der Bevölkerung höhere Energiestandards ermöglichten. Die aktuelle Energiewende kehrt dagegen einige der um 1900 einsetzenden Prozesse tendenziell um: Die klare Trennung zwischen Energieerzeugern und -verbrauchern, konstitutiv im System der modernen Energieversorgung, wird aufgeweicht, die Steuerbarkeit und Vorhersagbarkeit des Systems dagegen durch die Vielzahl kleiner Produzenten (PV-Anlagen) und die Unkalkulierbarkeit des meteorologisch bedingten Energieanfalls zunehmend erschwert. Zudem setzt eine neue Stufe der Elektrifizierung in bis dahin durch andere Energieressourcen versorgten Sektoren ein (Raumheizung, Mobilität). Die aktuellen Debatten über staatliche Intervention im Sinne der Beschleunigung der Verlagerung von fossilen zu erneuerbaren Energieressourcen zeigen, wie kontrovers und komplex die Energiewende ist und sein wird.

Inspiriert von Problemen und Fragestellungen der aktuellen Energiewende soll also für die Elektrifizierung des Alltags um 1900 gefragt werden, welche Vorstellungen von richtigem und modernen Energiekonsum damals miteinander in Wettstreit lagen und wie diese im Verhältnis zu übergreifenden Vorstellungen eines ‚guten Lebens‘ standen. Diskurse, die es in diesem Kontext vergleichend zu analysieren gilt, adressierten und adressieren konfligierende Leitbilder und Vorstellungen von ‚modernem‘ Lebensstandard (inklusive gesellschaftlicher Wertevorstellungen) einerseits und globaler Zukunftsfähigkeit der Erde und menschlicher Gesellschaften andererseits. Auch Fragen nach der technischen Umsetzbarkeit und der Finanzierbarkeit wurden und werden damals wie heute diskutiert: Die Finanzierbarkeit war wohl auch mit ein Grund dafür, dass im Zuge der Bemühungen um eine Salonfähigkeit der Elektrizität auf Diskurse zurückgegriffen wurde, die sich – ähnlich wie heute – Sicherheits- und Sauberkeitsversprechen bedienten. Ebenfalls augenfällig ist die symbolische Nutzung der neuen Energieform: Elektrische Zigarrenanzünder, Teekessel oder Tischklingeln erfreuten sich einer großen Beliebtheit, verkörperten sie doch einen gewissen Lebensstandard und eine ‚moderne‘ Lebensweise.

Der Workshop soll die soeben skizzierten Beobachtungen aufgreifen. Gesucht werden dabei solche Beiträge, die sich vor allem mit den Auswirkungen der Elektrifizierung in der allerersten Phase vor ca. 120 Jahren beschäftigen:

  • Wo begegnete Elektrizität den Menschen zunächst und welche Veränderungen schien ihre Nutzung für ihren Alltag zu bringen?
  • Wer waren die zentralen Akteure der Elektrifizierung, bei welchen Gelegenheiten und mit welchen Mitteln wurde der Elektrifizierungsdiskurs vorangetrieben?
  • In welcher Beziehung standen Technikangebote der Elektrifizierung zu aktuellen gesellschaftlichen Problemen, auf welche Diskurse wurde rekurriert?
  • Welche Hindernisse traten für eine rasche Umsetzung der Elektrifizierung auf, worin waren diese begründet?
  • Welche Rolle spielten gesellschaftliche Akteure (z.B. die Kirche) bei der Popularisierung von Elektrizität?
  • In welcher Weise und mit welchen Zielen versuchte der Staat den Prozess zu steuern?
  • Mit welchen ganz praktischen Organisations- und Umsetzungsproblemen wurden die Menschen konfrontiert?
  • Welche Gesellschaftsbereiche wurden komplett neu organisiert oder entwickelten sich neu (z.B. Tourismus- und Freizeitbranche)?

Der Workshop basiert auf zwei einschlägigen Seminaren an den Universitäten Salzburg und Würzburg. Die Begeisterung der Studierenden zu diesem Thema gab den Anstoß, auf der Basis der entwickelten Hausarbeiten einen Sammelband zu erarbeiten. Dessen gemeinsame Konzipierung dient im Sinn des forschungsgeleiteten studentischen Lernens zugleich der universitäts- und länderübergreifenden Vernetzung und eröffnet die Möglichkeit, auch bereits fortgeschrittenen wissenschaftlichen Nachwuchs (Doktoranden, Postdocs etc.) zu beteiligen. Vorgesehen ist, dass die einzelnen Beitragsentwürfe von Studierenden und dem wissenschaftlichen Nachwuchs durch im Forschungsfeld ausgewiesene Forschende kommentiert und im Plenum diskutiert werden.

Vorbehaltlich der Mittelbewilligung durch unsere Fördergeber, werden Anreisekosten in Höhe von 150 Euro (Bahn, 2. Kl.) sowie eine Übernachtung in Salzburg übernommen. Rückfragen oder Bewerbungen in Form eines Exposés (max. 3.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) mit anschließender Kurzbiographie bitte bis zum 31.07.2023 an Dr. Lina Schröder (lina.schroeder@uni-wuerzburg.de).

 

NACHWUCHSTAGUNG der 'AG LANDESGESCHICHTE' in Kooperation mit ARKUM 2025

Organisation: Dr. Lina Schröder (Universität Würzburg/Universität Salzburg, AG-Landesgeschichte), Dr. Evelien Timpener (Universität Gießen, AG-Landesgeschichte),  Patrick Reitinger (ARKUM)

Thema: Regionen ganzheitlich denken: der Einfluss von Geofaktoren auf die Gestaltung von Kulturlandschaften im Kontext von Landes- und Regionalgeschichte (Stand Juni 2023)

Termin und Tagungsort: 02.-04.04.2025, Universität Kiel

CfP: wird im Frühjahr hier und auf H-Soz-kult veröffentlicht.

 

Vorträge 2023

27.11., 17:15 Uhr: Wie verhält sich Kulturlandschaft zur Region? (Vortrag im Rahmen des digitalen ARKUM-Kolloquiums: Fachdisziplinen im Gespräch)

08.11., 17:15 Uhr: Mobile Grenzräume. Selbstverständnis und raumspezifische Organisationsmuster in Grenzregionen am Beispiel der deutsch-deutschen Handelsschifffahrt (1952–81) (Oberseminar IFLG Bamberg/Bayreuth, Prof. Dr. Martin Ott).

22.09., 11-12:30 Uhr: Leerstellen erkennen und besetzen: Schnittstellen zwischen (Historischer) Geographie, Landes- und Regionalgeschichte (Vortrag auf dem Deutschen Kongress für Geographie im Rahmen der Sektion: 'Die Zukunft der Geographischen Landeskunde: Regionale Geographie und Historische Geographie im Gespräch', organisiert vom AK Historische Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa, Frankfurt a. M.).

06.02., 18:15 Uhr: Gab es in der Vormoderne keine Infrastruktur? DIGITALER Vortrag im Mittelalter Kolloquium (Prof. Dr. Christine Reinle, Universität Gießen).

 

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