Historikerin

Dr. Lina Schröder

 

Universität/Institut

Lehrbeauftragte am Lehrstuhl für 'Fränkische Landesgeschichte' an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Prof. Dr. Helmut Flachenecker)

Habilitantin an der 'Paris-Lodron-Universität Salzburg' (Prof. Dr. Martin Knoll, Lehrstuhl für Europäische Regionalgeschichte)

Assoziiertes Mitglied im Forschungskolleg Franken (Institut für Fränkische Landesgeschichte, Thurnau)

 

Kontaktdaten

Weingartenstr. 24

97072 Würzburg

E-Mail: lina.schroeder@uni-wuerzburg.de

 

Die letzten Publikationen (letzte Änderung: Feb. 2022)

Monographien

Schröder, Lina: Der Rhein-(Maas-)Schelde-Kanal als geplante Infrastrukturzelle von 1946 bis 1985: Studien zur Infrastruktur- und Netzwerk-Geschichte (Studien zur Geschichte und Kultur Nordwesteuropas/28), Münster 2017.

Aufsätze

Schröder, Lina: Warum war die deutsche Binnenschifffahrt nicht am Rhein-Maas-(Schelde-)Kanal interessiert? Der Versuch einer systemtheoretischen Betrachtung von Infrastruktur. In: GiW-Jahresband 2021, S. 71–92.

Schröder, Lina: „Das Wasser ist so tief, dass auch große Schiffe anlegen können.“ Die Topographie als Katalysator für die Stadtentwicklung in den Lage Landen, in: Wüst, Wolfgang/Wolf, Klaus: Die süddeutsche Städtelandschaft – ein interregionaler Vergleich. Berlin 2021, S. 509–570.

Rezensionen

Andermann, Kurt/Schenk, Gerrit J. (Hg.): Wasser. Ressource – Gefahr – Leben, Ostfildern 2020, in: Historische Zeitschrift/314/1 (2022), S. 138–140.

Sonstiges

Schröder, Lina: Vormoderne städtische Einrichtungen im Vergleich. Ein Werkstattbericht zu einem transepochalen, transregionalen und disziplinübergreifenden Forschungsansatz, in: Stadtgeschichten. Ein Blog der Gesellschaft  für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung (GSU), Open-Access (09.03.2021): https://stadthist.hypotheses.org/215#more-215.

 

Reihe 'Studien zur Geschichte und Kultur Nordwesteuropas' (hg. von Horst Lademacher und Lina Schröder)

Franke, Viktoria: Rebel with a Cause. Gesellschaftliche Reform und radikale religiöse Aufklärung bei Friedrich Breckling (1629–1711) (Studien zur Geschichte und Kultur Nordwesteuropas/31), Münster 2021.

 

Organisation Tagung

Fachtagung der Polnisch Historischen Mission (Universität Würzburg)

„Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen […].“ Migrationsbewegungen zwischen den deutschen und polnischen Gebieten vom Mittelalter bis 1989

In der Geschichte Mitteleuropas spielen Migrationsbewegungen, sowohl natürliche wie auch erzwungene, eine große Rolle. Die heute wohl meist bekannten historischen Wanderungen – die der vielfältigen und keinesfalls homogenen germanischen Ethnien vom 4. bis ins 6. Jahrhundert – werden in engem Zusammenhang mit dem Niedergang der weströmischen Zivilisation und dem Anfang des kulturell deutlich anders geprägten europäischen Mittelalters gedeutet. Ebenso wichtig für das historische Verständnis Polens und Deutschlands sind Wanderbewegungen der späteren Zeiten, auch wenn sie nicht im großen Ausmaß erfolgten und zum Teil heute wenig bekannt sind: Sie beeinflussten und prägten die verschiedenen Regionen, die sie betrafen. Diese Migrationsbewegungen konnten einen natürlichen Charakter haben, Teil einer Suche nach Innovationen (militärisch, religiös, wirtschaftlich) sein oder von einem tief in der Psyche des Menschen verankerten Veränderungsbedürfnis herstammen, das der Suche der einzelnen Personen, Familien oder Gruppen nach einem neuen und besseren Leben geschuldet war. Zuweilen wurden sie auch durch ungünstige externe Faktoren verschiedener Art verursacht – politischer, wirtschaftlicher oder sozialer Herkunft. Einen wichtigen Einfluss auf die Mobilität der Menschen übte die Territorial- und Staatsgewalt aus: Sie versuchte, die Bewegungen in den Territorien zu kontrollieren und zu steuern bzw. diese zur Durchsetzung politischer Ziele einzusetzen. Und so instrumentalisierten die jeweiligen Obrigkeiten bis ins späte 20. Jahrhundert – ebenso in deutschen wie in polnischen Gebieten – mit den Migrationsbewegungen: Sie lösten diese aus, verstärkten sie oder versuchten, diese zu verhindern. Die Mobilität der Bevölkerung wurde auf verschiedene Art und Weise erzwungen, gefördert, toleriert oder eben nicht akzeptiert, eingeschränkt, bis hin zu Versuchen, diese zum möglichst weitgehenden Stillstand zu bringen. Migration war somit auch ein Instrument im Sinne politischer, wirtschaftlicher und sozialer Zwecke. Die tatsächlichen Folgen der Migrationspolitik waren jedoch unvorhersehbar, Bevölkerungsbewegungen hatten oft erhebliche Auswirkungen, die nicht immer den Intentionen der Verursachenden entsprachen.

Ziel der internationalen wissenschaftlichen Tagung ist die Darstellung der Geschichte der natürlichen und erzwungenen Migrationsbewegungen zwischen den polnischen und deutschen Gebieten vom frühen Mittelalter bis zum Jahr 1989. Dabei sollen verschiedene Gründe, Quantitäten, Formen und Konsequenzen der Aus- und Einwanderungen aufgezeigt werden: Beginnend mit Beispielen für gewaltfreie gezielte An-, Aus- und Umsiedlungspolitik, bis hin zu erzwungenen Migrationsbewegungen und Flucht aus verschiedenen Gründen (Konfession, Nationalität etc.). Das Zitat im Titel der Tagung – „Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen […].“ – stammt aus dem Artikel 13 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ (1948), in dem die Auswanderungsfreiheit sowie das Recht „in sein Land zurückzukehren“ bestätigt wurden.

Der geographische Rahmen der Tagung umfasst zwei Bereiche: den historischen polnischen und deutschen Kultur- und Geschichtsraum. Die politischen Grenzen dieser Gebiete decken sich weitgehend mit den Territorien des Heiligen Römischen Reiches, Preußens, des Deutschen Bundes bzw. des Deutschen Reichs bis hin zur DDR und BRD sowie mit Polen (Königreich Polen, Polen-Litauen, Rzeczpospolita, Herzogtum Warschau, Kongress-Polen, Zweite Polnische Republik, Volksrepublik Polen).

Untersuchungszeitraum: epochenübergreifend, vom frühen Mittelalter bis um 1989.

Dieser Call for Papers richtet sich insbesondere an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich der Geisteswissenschaften, aber auch an Interessierte aus anderen benachbarten Forschungsdisziplinen. Einführende, übergreifende und vergleichende Beiträge sind explizit erwünscht. Ebenso können Einzelbeispiele mit entsprechender Signifikanz auf der Tagung vorgestellt werden.

Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Für jeden Vortrag ist eine Dauer von ca. 20 Minuten vorgesehen. Tagungsgebühren werden nicht veranschlagt. Honorare können leider nicht gezahlt werden. Die Veranstalterinnen und Veranstalter bemühen sich derzeit, die Reise- und Übernachtungskosten der Referierenden sicherzustellen. Die Veröffentlichung der Vorträge ist im Jahrbuch „Bulletin der Polnischen Historischen Mission“ Nr. 18 (2023) vorgesehen.

Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme an der Tagung ein! Bitte richten Sie Ihre Vorschläge bis zum 9. Januar 2022 per E-Mail an Dr. Renata Skowrońska (E-Mail: r.skowronska@uni-wuerzburg.de). Weitere Informationen: http://pmh.umk.pl/de/tagung-migration/

Veranstalter:innen:

  • Polnische Historische Mission an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń) – Dr. Renata Skowrońska
  • Haus des Deutschen Ostens (HDO) in München – Prof. Dr. Andreas Otto Weber
  • Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń, Institut für Geschichte und Archivkunde, Lehrstuhl für Geschichte der skandinavischen Länder sowie Mittel- und Osteuropas – Prof. Dr. Andrzej Radzimiński
  • Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Philosophische Fakultät, Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte – Prof. Dr. Helmut Flachenecker, Dr. Lina Schröder
  • Universität Potsdam, Historische Institut, Professor für Allgemeine Geschichte der Frühen Neuzeit – Prof. Dr. Matthias Asche

Die Tagung wird in Verbindung mit dem Kolleg „Mittelalter und Frühe Neuzeit” veranstaltet.

Sobald das Programm steht, wird es auch hier bekannt gegeben.

 

Vorträge 2021

11./12.11.: David gegen Goliath? Wie lassen sich "sieben Länder" zu einem Volk vereinigen? Tagung „‘Große Gefühle‘ im Kampf um den ‚eigenen Staat‘. Emotionsgeschichtliche Perspektiven auf regionale Unabhängigkeitsbewegungen“ (Organisaton: Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Freien Universität Bozen (Prof. Oswald Überegger), Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts des Instituts für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität Berlin (Prof. Birgit Aschmann), Tagungsort: Freie Universität Bozen).

08.11., 18:15 Uhr: Zwei verschiedene Städte mit überwiegend gleichen Einrichtungen. Städtische Einrichtungen in Seßlach und Kleve im Vergleich (AT). Historisches Institut, Abteilung Regionalgeschichte Universität Kiel (Prof. Dr. Oliver Auge).

15.07.: Garanten für Sicherheit und sozialen Frieden: besondere Orte im Stadtraum. Studientag des Forschungskollegs 'Strukturwandel in Franken' (Prof. Dr. Martin Ott, Thurnau).

12.07., 16.15 Uhr: Zwischen Kontinuität und Veränderung. Verschiedene Einrichtungen zweier Kleinstädte im epochenübergreifenden Vergleich. Kolloquium 'Neues aus dem Mittelalter' Universität Darmstadt (Prof. Dr. Gerrit Jasper Schenk)

17.06., 15:00 Uhr: Städtische Einrichtungen – Orte individueller Rechts- und Pflichtausübung im epochenübergreifenden und transregionalen Vergleich (Junges Forum – Nachwuchsworkshop ARKUM, 17.–18.06. Bamberg).

19.–20.05.: Die Stadttopographie Kevin Lynchs (1989) – „moderne Stadtplanung“ als historisches Konzept für den epochenübergreifenden, transregionalen Stadtraumvergleich (AT). Fortsetzung des Workshops „Urban Space & Landscapes“ (Nov. 2021, Institut für Europäische Ethnologie, Universität Wien).

25.–27.04.: Zentrale Orte im Stadtraum. Oberseminar Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte (Prof. Dr. Helmut Flachenecker, Tagungsort: Mühlhausen).

09.02., 17:45 Uhr: Zentrale Orte im Stadtraum. Oberseminar IFLG Bamberg/Bayreuth (Prof. Dr. Martin Ott).

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